
Frag Marcus.
Vom Straßenbauer und LKW-Fahrer zum Pflegefachassistenten: Marcus erzählt im Interview, wie er über die Unterstützung der Bundesanstalt für Arbeit eine
Nach meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in Stadthagen habe ich mich bewusst nach einem Arbeitgeber umgeschaut, dem Gleichberechtigung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wichtig ist. Die Ausrichtung der Diakonie Stiftung Salem fand ich toll. Der Grundgedanke der Inklusion war schon 1993 ein Thema. Es gab bereits damals ein vielfältiges Angebot für Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Assistenz und Freizeitgestaltung.
In unserer Wohnschule trainieren wir das selbstständige Wohnen mit derzeit 18 Personen, die psychisch erkrankt oder geistig behindert sind. Dieses Konzept haben wir im Jahr 2001 entwickelt, um Menschen individuell zu begleiten und die für sie passende Lebens- und Wohnform zu finden. Dabei haben wir immer die persönlichen Kompetenzen, Wünsche und Ziele jedes Einzelnen im Blick. Denn wir möchten eine selbstbestimmte Lebensweise ermöglichen. Manchmal ist auch der Weg das Ziel. Nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner werden die Wohnschule dauerhaft verlassen und lediglich das ambulant betreute Wohnen in den eigenen vier Wänden in Anspruch nehmen können. Hier geht es dann eher darum, den aktuellen Stand der Selbstständigkeit zu erhalten.
Im sozialen Bereich braucht man einen Überschuss an Energie, den man Menschen schenken kann. Das kann ein Lächeln sein, ein stärkendes Wort oder das Entgegenbringen von Vertrauen. Gerade Menschen mit Behinderungen zeigen ihre Emotionen oft ganz deutlich. Und wenn sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner bei uns wohl- und zuhause fühlen und man bei Dienstbeginn freudig empfangen wird, dann bin ich begeistert. Außerdem finde ich es immer wieder toll, wie wir im Kollegium zusammenwirken. Wir können uns aufeinander verlassen und stärken uns gegenseitig. Zudem sind wir offen für neue Impulse. Daher freuen wir uns immer, wenn Anerkennungspraktikanten unser Team ergänzen: Ein erfrischender Austausch, von dem beide Seiten profitieren können.
Die MAV versucht die Interessen der Mitarbeiterschaft zu vertreten. Die Mitglieder der MAV werden alle vier Jahre demokratisch gewählt. Ich nehme gerne Anregungen von Mitarbeitenden entgegen und trete für die Einhaltung von arbeits‑, sozial- und dienstrechtliche Bestimmungen ein. Denn Mitbestimmung und Gerechtigkeit sind wichtig für eine funktionierende Organisation. Dazu trage ich gerne bei.
Vielfältig, zuverlässig, flexibel.

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