Frag Karin.

Karin (59)

Karin (59)

Wohn­be­reichs­lei­tung

Interview mit Karin

Karin, war­um arbei­test du bei der Dia­ko­nie Stif­tung Salem?

Nach mei­ner Aus­bil­dung zur Hei­ler­zie­hungs­pfle­ge­rin in Stad­tha­gen habe ich mich bewusst nach einem Arbeit­ge­ber umge­schaut, dem Gleich­be­rech­ti­gung und Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­run­gen wich­tig ist. Die Aus­rich­tung der Dia­ko­nie Stif­tung Salem fand ich toll. Der Grund­ge­dan­ke der Inklu­si­on war schon 1993 ein The­ma. Es gab bereits damals ein viel­fäl­ti­ges Ange­bot für Men­schen mit Behin­de­run­gen in den Berei­chen Woh­nen, Arbei­ten, Assis­tenz und Freizeitgestaltung.

Heu­te bist du Wohn­be­reichs­lei­tung in der Wohn­schu­le im Men­ze­stift Schlüs­sel­burg. Was ist die Auf­ga­be einer Wohnschule?

In unse­rer Wohn­schu­le trai­nie­ren wir das selbst­stän­di­ge Woh­nen mit der­zeit 18 Per­so­nen, die psy­chisch erkrankt oder geis­tig behin­dert sind. Die­ses Kon­zept haben wir im Jahr 2001 ent­wi­ckelt, um Men­schen indi­vi­du­ell zu beglei­ten und die für sie pas­sen­de Lebens- und Wohn­form zu fin­den. Dabei haben wir immer die per­sön­li­chen Kom­pe­ten­zen, Wün­sche und Zie­le jedes Ein­zel­nen im Blick. Denn wir möch­ten eine selbst­be­stimm­te Lebens­wei­se ermög­li­chen. Manch­mal ist auch der Weg das Ziel. Nicht alle Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner wer­den die Wohn­schu­le dau­er­haft ver­las­sen und ledig­lich das ambu­lant betreu­te Woh­nen in den eige­nen vier Wän­den in Anspruch neh­men kön­nen. Hier geht es dann eher dar­um, den aktu­el­len Stand der Selbst­stän­dig­keit zu erhalten.

Was begeis­tert dich an dei­ner Aufgabe?

Im sozia­len Bereich braucht man einen Über­schuss an Ener­gie, den man Men­schen schen­ken kann. Das kann ein Lächeln sein, ein stär­ken­des Wort oder das Ent­ge­gen­brin­gen von Ver­trau­en. Gera­de Men­schen mit Behin­de­run­gen zei­gen ihre Emo­tio­nen oft ganz deut­lich. Und wenn sich unse­re Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner bei uns wohl- und zuhau­se füh­len und man bei Dienst­be­ginn freu­dig emp­fan­gen wird, dann bin ich begeis­tert. Außer­dem fin­de ich es immer wie­der toll, wie wir im Kol­le­gi­um zusam­men­wir­ken. Wir kön­nen uns auf­ein­an­der ver­las­sen und stär­ken uns gegen­sei­tig. Zudem sind wir offen für neue Impul­se. Daher freu­en wir uns immer, wenn Aner­ken­nungs­prak­ti­kan­ten unser Team ergän­zen: Ein erfri­schen­der Aus­tausch, von dem bei­de Sei­ten pro­fi­tie­ren können.

Seit 2014 bist du zudem ein Mit­glied der Mit­ar­bei­ten­den­ver­tre­tung (MAV). Warum?

Die MAV ver­sucht die Inter­es­sen der Mit­ar­bei­ter­schaft zu ver­tre­ten. Die Mit­glie­der der MAV wer­den alle vier Jah­re demo­kra­tisch gewählt. Ich neh­me ger­ne Anre­gun­gen von Mit­ar­bei­ten­den ent­ge­gen und tre­te für die Ein­hal­tung von arbeits‑, sozi­al- und dienst­recht­li­che Bestim­mun­gen ein. Denn Mit­be­stim­mung und Gerech­tig­keit sind wich­tig für eine funk­tio­nie­ren­de Orga­ni­sa­ti­on. Dazu tra­ge ich ger­ne bei.

Beschrei­be die Dia­ko­nie Stif­tung Salem mit 3 Worten:

Viel­fäl­tig, zuver­läs­sig, flexibel.